Bayerschwimmfest 2021 in Wuppertal

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Lucy Springensguth steigerte sich über 200 Meter Lagen um mehr als sechs Sekunden und schwamm einen neuen Jahrgangsrekord

Irgendwie ungewohnt und doch wie früher, so lässt sich die Atmosphäre beim Bayerschwimmfest in der Wuppertaler Schwimmoper wohl am besten beschreiben. Wäre nicht die allgegenwärtige Maskenpflicht gewesen, nichts hätte den Wettkampf von den vielen vor der Pandemie unterschieden. Und doch war es ein besonderes Ereignis für die vier Schwimmer des SV Greven. Denn es waren die Grevener Athleten, die während des Lockdowns wohl am fleißigsten weiter trainiert hatten und sich deshalb mit den besten Schwimmern aus Nordrhein-Westfalen messen durften.

Und der Trainingsfleiß zahlte sich aus. 15 neue Bestzeiten, einen Vereinsrekord und zehn neue Jahrgangsrekorde schwammen die SVG-ler an der Wupper. Vorne weg mal wieder Maximilian Schülling (Jahrgang 2003). Er machte einfach da weiter, wo er vor Corona aufgehört hat: Er verewigt sich in den Vereinsbestenlisten. Über 200 Meter Lagen schwamm er erneut Vereinsrekord, über sechs weitere Strecken ist er jetzt schnellster Grevener aller Zeiten in seinem Alter. Doch das reicht ihm noch lange nicht, denn für die Zukunft peilt er weitere Bestmarken an. „Ich denke, da ist noch Potential“, sagte er nach dem Wettkampf.

„Die tolle und professionelle Atmosphäre hat mich noch zusätzlich motiviert“
Lucy Springensguth

Lucy Springensguth (2004) ließ sich von der tollen Stimmung in der Halle mitreißen und stellte drei neue Jahrgangsrekorde auf. Besonders freute sie sich über ihre 200 Meter Lagen. Mit sechs Sekunden Verbesserung verließ sie strahlend das Wettkampfbecken und hatte einen Rekord unterboten, der zuvor 24 Jahre Bestand hatte. „Die tolle und professionelle Atmosphäre hat mich noch zusätzlich motiviert“, verriet sie nach ihrem Rekordrennen.

Der persönliche Höhepunkt für Justus Domning (2005) passierte am Samstagmittag. Auf der eher ungünstigen Außenbahn 0 gestartet, ließ er sich über 100 Meter Freistil von seinen Konkurrenten mitziehen und unterbot zum ersten Mal in seiner Karriere die „Schallgrenze“ von einer Minute. Nach zwei Jahren immer wieder knapp über der Grenze war es ihm damit endlich gelungen. In der näheren Zukunft rechnet er noch mit weiteren Verbesserungen, wenn wieder mehr Wettkämpfe auf der Kurzbahn stattfinden.

Auch Sophie Kroner (2004) biss sich lange Zeit die Zähne an ihrer Zeit über 100 Meter Freistil aus. Es wollte einfach nicht so recht klappen - bis jetzt. Im schnellen Wuppertaler Becken steigerte sie ihre Bestzeit gleich um zwei Sekunden. Damit ist der erste Schritt zu weiteren Verbesserungen getan.

von Jan Kleimeier
15.09.2021

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