Bezirksschwimmtreff 2021 in Münster

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Große Freude bei Lucy Springensguth: Sie stellte zwei neue Vereinsjahrgangsrekorde auf

Wie ist es, nach monatelanger Wettkampfpause endlich wieder gegen andere Schwimmer auf den Startblock zu steigen und sich mit ihnen zu messen? Diese Frage stellten sich die sechs Schwimmer des TVE vor dem Bezirksschwimmtreff in Münster. Um die Antwort vorweg zu nehmen: Es macht riesigen Spaß, vor allem, wenn man auch noch so schnell ist wie die Grevener am Wochenende.

Auf den Tag genau acht Monate war es her, dass die TVE-ler an einem Wettkampf teilgenommen hatten. Klar, dass da die Bedenken groß waren, wie es um die eigene Leistungsfähigkeit bestellt sein würde. Das sah auch der veranstaltende Schwimmbezirk so und machte aus den eigentlich anstehenden Nordwestfälischen Meisterschaften kurzerhand den Bezirksschwimmtreff. Die richtige Entscheidung, blieben doch die Meldezahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dass aber ein kleineres Starterfeld automatisch schlechtere Leistungen bedeutet, das widerlegten die Aktiven am Wochenende eindrucksvoll.

Gleich beim ersten Grevener Start ließ Lucy Springensguth (Jahrgang 2004) ihre Vereinskollegen staunen: Über 50 Meter Freistil schwamm sie in 0:29,89 Minuten nicht nur eine neue Langbahnbestzeit, sonder gleichzeitig auch einen neuen Vereinsjahrgangsrekord (der alte war vor zehn Jahren auf der Kurzbahn aufgestellt worden). Im gleichen Lauf gestartet, ließ sich auch Kim Kleimeier (1991) mitziehen und legte in 0:32,06 Minuten einen Vereinsaltersklassenrekord nach. Über 100 Meter Freistil zeigte Springensguth dann erneut eine Top-Leistung und schwamm in 1:05,58 Minuten wieder einen Rekord.

Dass auch Maximilian Schülling (2003) immer für einen Jahrgangsrekord sorgen kann, zeigte er über 100 Meter Schmetterling. In 1:04,88 Minuten unterbot er die 27 Jahre alte Bestmarke um eineinhalb Sekunden. Drei Bestzeiten über den Dreierpack 50, 100 und 200 Meter Brust vervollständigten seine Zeitenausbeute.

Frei nach dem Motto: „50 Meter gehen immer!“, zeigte sich auch Sophie Kroner (2004) stark. Im Delfin-Sprint unterbot sie ihre alte Bestzeit deutlich um mehr als eine Sekunde. Justus Domning (2005) konnte sich über 50 Meter Freistil sogar um zweieinhalb Sekunden steigern, und auch sonst schwamm er nah an seine Langbahnbestzeiten heran. Lara Nobbe (2006), die sich voll auf ihren Start über 100 Meter Brust konzentrierte, verbesserte ihre persönliche Bestzeit um knapp zwei Sekunden.

Trainer Jan Kleimeier, der sich neben Margitta Tollkühn um die Betreuung der Schwimmer gekümmert hatte, war mit den gezeigten Leistungen äußerst zufrieden und auch ein bisschen überrascht: „Mit Bestzeiten hatte ich nach der langen Pause nicht gerechnet. Dass jetzt sogar Rekorde geschwommen wurden, freut mich daher umso mehr.“ Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Wettkampfschwimmer auch während des Lockdowns individuell fleißig weiter trainiert haben, so Kleimeier. Und mit diesen Ergebnissen im Rücken, dürfte die Motivation für die nächsten Trainingswochen umso höher sein.

von Jan Kleimeier
21.06.2021

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