30. Pokalschwimmen 2020 in Steinfurt

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Justus Domning gewann zweimal Gold und stellte einen neuen Jahrgangsrekord auf

Monatelang nur trainieren, ohne ein einziges Mal die eigene Leistung unter Wettkampfbedingungen überprüfen zu können, so sah es seit dem Corona-Lockdown für viele Leistungssportler aus. Daher waren die 13 TVE-Schwimmer besonders gespannt, wie sie beim 30. Pokalschwimmen in Steinfurt abschneiden würden. Die Antwort lautet: Sehr gut. Bei 42 Starts wurden 26 neue Bestzeiten erreicht und auch auf dem Siegertreppchen waren die TVE-ler häufiger Gast: Zehn Gold-, acht Silber- und fünf Bronzemedaillen gingen an die Grevener.

Die mit Abstand längste Wettkampfpause hatte dabei eindeutig Vera Schlautmann (Jahrgang 1994). Seit sechs Jahren war sie bei keinem offiziellen Wettkampf mehr geschwommen. Nun will sie es wieder wissen und ging gleich über alle vier Freistilstrecken von 100 bis 800 Meter an den Start. Über 100 und 200 Meter gelangen ihr auch gleich zwei neue Vereinsaltersklassenrekorde.

Maximilian Schülling (2003) schien die Coronapause nicht viel ausgemacht zu haben. Er präsentierte sich in einer top Verfassung und unterbot gleich den 25 Jahre alten Vereinsrekord über 800 Meter Freistil. 9:46,95 Minuten benötigte er für die 16 Bahnen - wohlgemerkt auf der Langbahn. Dazu kam noch ein neuer Jahrgangsrekord über 100 Meter Freistil in 0:56,15 Minuten. Kaum verwunderlich, dass er bei jedem seiner vier Freistilstarts Erster wurde.

Auch Justus Domning (2005) war auf der 800-Meter-Ausdauerstrecke gut aufgelegt. In 10:34,21 Minuten schwamm er einen neuen Vereinsjahrgangsrekord, hinzu kamen zwei erste Plätze über 100 Meter Freistil und Rücken. Lucy Springensguth (2004) bevorzugte hingegen ausschließlich die kürzeren Distanzen. So siegte sie über 200 Meter Freistil und belegte über 100 Meter Freistil und Rücken jeweils Platz zwei.

Für Lara Nobbe (2006) war wohl die Mittelstrecke genau das richtige. Über 400 Meter Freistil schwamm sie in persönlicher Bestzeit zu Gold. Damian Kucuran (2003) siegte auf seiner Hauptstrecke 100 Meter Brust.

Vielseitig zeigte sich Julius Vollenbröker (2004). Er schwamm in drei unterschiedlichen Schwimmarten auf das Siegerpodest. Zweiten Plätzen über 100 Meter Freistil und Rücken ließ er einen dritten Rang über 100 Meter Schmetterling folgen. Eine Platzierung, über die sich auch Elijah Palkovic (2006) zweimal freuen durfte. Nach 100 Meter Brust und Freistil gab es für ihn die Bronzemedialle.

Je länger, desto besser ist die Devise von Sophie Kroner (2004). Lief es auf den kürzeren Strecken noch nicht so rund, schwamm sie über 800 Meter Freistil zur Silbermedaille. Dabei fehlten ihr nur wenige Sekunden zur unmittelbar vor Corona aufgestellten Bestzeit. Schmetterlingspezialistin Lisa Hehl (2007) schwamm auf ihrer Paradestrecke 100 Meter in neuer persönlicher Bestleistung auf Platz drei.

Bestzeiten über Bestzeiten gab es bei Matilda Büchel (2009), Mia Schlusche (2007) und Helena Thieme (2004) zu bestaunen. Alle drei konnten sich deutlich verbessern, zum Teil um mehr als 15 Sekunden. Die größte Steigerung zeigte dabei Mia Schlusche, die über 100 Meter Brust ihre alte Bestmarke um zwölf Sekunden unterbot.

von Jan Kleimeier
02.09.2020

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